Richtig packen: Geschirr, Glas und Technik sicher verpacken

Richtig packen: Geschirr, Glas und Technik sicher verpacken

Die meisten Umzugsschäden entstehen nicht beim Tragen, sondern beim Packen. Ein zu großer Karton, ein halb gefüllter Hohlraum, gestapelte Teller – den Rest erledigt die erste Bordsteinkante. Gutes Material ist deshalb nur die halbe Miete: Es muss auch richtig eingesetzt werden. Diese Anleitung gibt weiter, wie die Teams der Umzugsfirma Junker packen – Warengruppe für Warengruppe.

In Seidenpapier verpackte Gläser in einem Umzugskarton der Umzugsfirma Junker
Gläser richtig gepackt: einzeln eingewickelt, stehend gepackt, Hohlräume gefüllt – so übersteht Glas den Transport.

Das Wichtigste in Kürze: Zerbrechliches und Schweres gehört in den Bücherkarton, nicht in den Standardkarton. Jedes Teil wird einzeln in Seidenpapier eingeschlagen, Teller kommen hochkant statt gestapelt, Gläser aufrecht in die oberste Lage. Zwischen die Lagen kommt Luftpolsterfolie, alle Hohlräume werden ausgefüllt, bis beim Schütteln nichts mehr wandert. Als Grenze gelten 15 bis 20 Kilogramm pro Karton – und nur so voll, dass sich der Deckel ohne Kraftaufwand schließen lässt.

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Die vier Regeln, die fast jeden Bruch verhindern

Wer diese vier Punkte einhält, hat den größten Teil des Risikos ausgeschaltet – unabhängig davon, was im Karton landet.

  • Schweres in kleine Kartons. Je schwerer der Inhalt, desto kleiner der Karton. Bücher, Geschirr und Porzellan gehören in den Bücherkarton: kompakteres Format, doppelwellig, zusätzlich verstärkt. Der Standardkarton ist für Volumen gedacht, nicht für Gewicht.
  • Schwer nach unten, leicht nach oben. Im Karton und im Stapel. Ein Karton mit Gläsern gehört nicht unter einen Karton mit Büchern, auch wenn es im Fahrzeug gerade gut passen würde.
  • Keine Hohlräume. Was sich bewegen kann, bewegt sich – und stößt an. Lücken werden mit geknülltem Seidenpapier gefüllt, bis beim vorsichtigen Schütteln nichts mehr wackelt.
  • Boden doppelt verkleben. Quer und längs, nicht nur ineinanderfalten. Bei schwerem Inhalt zusätzlich eine Bahn über die Bodennaht.

Zur Gewichtsgrenze gehört ein zweites Kriterium, das oft vergessen wird: die Füllhöhe. Der Karton wird nur so weit gefüllt, dass sich der Deckel ohne Kraftaufwand schließen lässt. Ein bauchiger Deckel lässt sich nicht stapeln und gibt unter dem Gewicht darüber nach – das ist nach dem überladenen Boden die häufigste Ursache für eingedrückte Kartons im Fahrzeug.

Geschirr und Gläser: die Reihenfolge entscheidet

Die Küche ist der Raum mit dem höchsten Schadensrisiko und dem größten Zeitaufwand. Planen Sie für einen voll ausgestatteten Haushalt einen halben Tag ein – und packen Sie sie früh, nicht am letzten Abend.

  1. Boden vorbereiten. Bücherkarton nehmen, Boden quer und längs verkleben, zwei bis drei Zentimeter geknülltes Seidenpapier als Dämpfung einlegen.
  2. Alles einzeln einschlagen. Jedes Teil in Seidenpapier. Gläser zusätzlich von innen ausstopfen – gefüllt halten sie dem Druck von außen besser stand.
  3. Teller hochkant stellen. Nicht stapeln, sondern nebeneinander wie Schallplatten im Regal. Auf der Kante ist Porzellan deutlich belastbarer als auf der Fläche.
  4. Nach Gewicht schichten. Unten Teller und Töpfe, in der Mitte Tassen und Schüsseln, oben Gläser und Leichtes. Zwischen die Lagen eine Bahn Luftpolsterfolie.
  5. Hohlräume auffüllen. Alle Zwischenräume mit Seidenpapier ausstopfen, auch die Ecken. Vorsichtig schütteln – bewegt sich noch etwas, fehlt Füllung.
  6. Auf zwei Seiten beschriften. „Küche – zerbrechlich“ gehört auf die Seitenflächen, nicht auf den Deckel. Im Stapel sieht niemand die Oberseite.

Für alles Hohe und Schmale gibt es eine bessere Lösung als Papier: Flascheneinsätze. Die gefächerten Kartoneinsätze geben jedem Stück ein eigenes Fach, sodass nichts aneinanderstoßen kann. Stielgläser stehen darin aufrecht statt zu wandern – bei Weingläsern spart das eine Menge Wickelarbeit.

Und warum Seidenpapier statt Zeitung? Zeitungspapier färbt ab. Auf weißem Porzellan, hellen Glasuren und unbehandeltem Holz bleiben Rückstände, die sich nur mühsam entfernen lassen. Seidenpapier ist druckfarbenfrei und liefert bei gleicher Menge mehr Polstervolumen.

Bilder, Spiegel und Lampen

Kunstwerk wird von der Umzugsfirma Junker mit Spezialverpackung für den Transport gesichert
Flach und sperrig: Bilder, Spiegel und Kunst brechen selten durch Stöße, sondern durch Druck auf die Fläche.
  • Glasfläche kreuzweise abkleben. Bricht die Scheibe doch, hält das Klebeband die Splitter zusammen.
  • Ecken zuerst schützen. Dort setzen praktisch alle Schäden an – Kanten- und Eckenschutz wirkt hier besser als noch eine Lage Folie.
  • Hochkant transportieren. Flach gestapelt trägt der unterste Rahmen das gesamte Gewicht darüber.
  • Leuchtmittel herausdrehen. Sie brechen als Erstes. Behänge und abnehmbare Glaselemente einzeln in Seidenpapier, in einer beschrifteten Tüte am Leuchtenkorpus befestigen.
  • Vor der Demontage fotografieren. Das erspart am Zielort das Rätselraten bei der Verkabelung.

Die Demontage und den Wiederaufbau von Leuchten, Möbeln und Küchen übernimmt auf Wunsch unser Montageservice.

Technik: der Aufbau beginnt beim Abbau

Mitarbeiter der Umzugsfirma Junker verpackt einen Monitor fachgerecht für den Transport
Bildschirme: gepolstert verpackt und stehend transportiert – Druck von hinten verträgt kein Panel.

Bei Elektronik ist der Transport selten das Problem. Das Problem ist der Wiederaufbau am neuen Ort, wenn niemand mehr weiß, welches Kabel wohin gehörte.

GerätVor dem PackenVerpackung
Fernseher, MonitorStandfuß abschrauben, Schrauben in beschriftete TüteLuftpolsterfolie, darüber Möbeldecke, stehend transportieren
Rechner, KonsoleDatensicherung, Kabel fotografieren, dann abziehenLuftpolsterfolie, in den Bücherkarton mit Polsterung ringsum
Router, NetzwerkZugangsdaten notieren, Anschluss frühzeitig ummeldenKleinteile gebündelt, gemeinsam mit den Kabeln
DruckerPatronen entnehmen und aufrecht lagernTransportsicherung aktivieren, Papierfach leeren
KabelNach Gerät bündeln und beschriftenEin einziger Karton für alle Kabel, nicht verteilen

Unverbindliche Empfehlungen. Der häufigste Fehler ist nicht falsches Polstern, sondern das Verteilen von Kabeln über zehn Kartons.

Bei Büro-, Praxis- und Serverumzügen übernehmen wir Abbau, Transport und Wiederinbetriebnahme komplett – siehe IT- und Büroausstattung sowie Büroumzug.

Möbel, Schubladen und Böden

Mitarbeiter der Umzugsfirma Junker wickelt ein Möbelstück in Schutzmaterial ein
Möbelschutz: Decken und Stretchfolie sichern Oberflächen und halten Schubladen geschlossen.

Möbel kommen nicht in Kartons, brauchen aber genauso Schutz – an drei Stellen: am Möbel selbst, an den beweglichen Teilen und am Weg dorthin.

  • Möbeldecken um Schränke, Tische und Sofas. Sie verhindern Scheuerstellen dort, wo Möbel im Fahrzeug aneinanderliegen. Bei einem Umzug mit uns sind sie zur Möbelsicherung dabei.
  • Stretchfolie hält Schubladen, Türen und lose Kabel geschlossen. Nicht direkt auf lackiertes oder geöltes Holz – dazwischen gehört eine Decke.
  • Schubladen leeren, bevor getragen wird. Volle Schubladen verziehen den Korpus und machen jedes Stück unnötig schwer.
  • Bodenvlies auf Parkett, Dielen und im Treppenhaus, an beiden Adressen. Wir führen es in der 25-Meter-Rolle und legen es auf Wunsch selbst aus.

Sperrige Einzelstücke sind irgendwann kein Verpackungsthema mehr, sondern ein Transportthema: Für Sofa, Schrank oder Klavier aus oberen Etagen ist der Möbellift die schonendere Lösung als das enge Berliner Altbau-Treppenhaus.

Was nicht in den Karton gehört

  • Wichtiges und Wertvolles: Ausweise, Verträge, Schmuck, Medikamente, Ladegeräte, Schlüssel. Alles in eine Tasche, die persönlich mitfährt.
  • Gefahrgut: Farben, Lösungsmittel, Spraydosen und Druckgasflaschen gehören nicht in den Umzugstransport – dafür gelten eigene Vorschriften.
  • Flüssigkeiten ohne Sicherung: Wenn überhaupt, dann Deckel abgeklebt, aufrecht, in einer dichten Tüte und nie zusammen mit Textilien.
  • Temperaturempfindliches: Kerzen, Schallplatten, Kosmetik. Ein Fahrzeug in der Berliner Julisonne wird deutlich wärmer als die Wohnung.

Was gar nicht erst mitziehen soll, nehmen wir auf Wunsch im selben Termin mit – über die Sperrmüllentsorgung oder, wenn mehr zurückbleibt, über die Wohnungsauflösung.

Packen lassen statt selbst packen

Wenn die Zeit fehlt oder die Küche zu umfangreich ist, übernimmt unser Ein- und Auspackservice genau diesen Teil: Wir bringen das Material mit, verpacken Ihren Hausrat, beschriften raumweise und packen am Ziel wieder aus. Als Komplettpaket steckt beides im Rundum-sorglos-Umzug.

Was Sie zum Packen brauchen:

  • Umzugskartons für Hausrat, Textilien und Leichtes
  • Bücherkartons für Bücher, Geschirr, Porzellan und alles Schwere
  • Kleiderkartons mit Stange für Kleidung auf Bügeln
  • Seidenpapier zum Einzelverpacken, Luftpolsterfolie als Zwischenlage
  • Flascheneinsätze für Flaschen, Vasen und Stielgläser
  • Kanten- und Eckenschutz für Rahmen, Platten und Möbelkanten
  • Möbeldecken, Stretchfolie und Bodenvlies für Möbel und Wege

Die Umzugsfirma Junker ist seit 2012 in Berlin tätig, führt über 1.000 Umzüge im Jahr durch und kommt auf 4,9 von 5 Sternen aus mehr als 1.600 Bewertungen. Sagen Sie uns, was umzieht – Sie erhalten einen fairen Festpreis inklusive Materialliste, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

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