Der erste Arbeitstag am neuen Standort: woran ein Büroumzug am Montag scheitert

Der erste Arbeitstag am neuen Standort: woran ein Büroumzug am Montag scheitert

Umzugsprojekte werden bis zum Umzugstag geplant. Danach hört die Planung meist auf – und genau dann kommen achtzig Menschen in ein Gebäude, das keiner von ihnen kennt. Sie suchen ihren Platz, finden das Netzwerk nicht, stehen vor einer Tür ohne Ausweis und fragen sich, wo der Drucker steht.

Der erste Arbeitstag entscheidet darüber, wie der Umzug im Unternehmen erinnert wird. Läuft er, war es ein gut organisiertes Projekt. Läuft er nicht, war es ein Chaos – unabhängig davon, wie sauber der Transport verlief. Dieser Beitrag behandelt genau diesen Tag. Die Umzugsfirma Junker ist seit 2012 in Berlin tätig und verlegt Büros, Praxen und Behörden.

Team der Umzugsfirma Junker bei einem Büroumzug in Berlin
Der Transport ist das Mittel: Bewertet wird das Projekt am ersten Arbeitstag danach.

Das Wichtigste in Kürze: Legen Sie vorher fest, was am ersten Tag funktionieren muss und was warten kann – ohne diese Trennung wird alles gleich wichtig und nichts fertig. Kritisch sind in der Regel Zugang zum Gebäude, ein auffindbarer Arbeitsplatz, Netzwerk und Telefonie. Sorgen Sie für Orientierung: ausgehängte Sitzpläne, beschilderte Räume, jemand am Eingang. Nehmen Sie einen Betriebsbereitschafts-Rundgang am Tag vorher vor – die Abnahme mit dem Umzugsteam prüft etwas anderes als die Frage, ob morgen gearbeitet werden kann. Und richten Sie eine zentrale Restpunkte-Liste ein, statt achtzig Einzelmeldungen zu bearbeiten.

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Muss am ersten Tag laufen – oder darf warten

Diese Trennung ist die wichtigste Vorarbeit. Sie kostet eine halbe Stunde und entscheidet, worauf die Reihenfolge am Umzugstag ausgerichtet wird.

Muss funktionieren

Ohne diese Punkte kann nicht gearbeitet werden

  • Zugang zum Gebäude und zu den Etagen für alle Beschäftigten
  • Ein auffindbarer Arbeitsplatz pro Person – Stuhl, Tisch, Strom
  • Netzwerk und Internet an den Arbeitsplätzen
  • Telefonie, mindestens für die nach außen bekannten Nummern
  • Sanitärbereiche zugänglich und ausgestattet
  • Fluchtwege frei und Erste-Hilfe-Material vorhanden
  • Eine Ansprechperson vor Ort, die Fragen entscheidet

Darf warten

Fehlt es, ist das unangenehm, aber kein Stillstand

  • Vollständig eingerichtete Räume – Bilder, Pflanzen, Deko
  • Archiv und Registratur endgültig einsortiert
  • Besprechungstechnik in allen Räumen
  • Beschriftung aller Schränke und Ablagen
  • Kaffeemaschine in Endaufstellung – ein Provisorium genügt am ersten Tag
  • Ausgepackte Kartons: Was nicht gebraucht wird, kann stehen bleiben
  • Endgültige Sitzordnung in Details

Ein funktionierender Arbeitsplatz ohne Bilder an der Wand ist besser als ein fertiges Büro ohne Netzwerk.

Der Rundgang am Tag vorher

Die Abnahme mit dem Umzugsteam prüft, ob die Leistung erbracht wurde. Sie prüft nicht, ob morgen gearbeitet werden kann – das sind zwei verschiedene Fragen. Deshalb lohnt ein zweiter, eigener Rundgang.

  • An einem Arbeitsplatz probeweise anmelden: Rechner, Netzwerk, Drucker, Telefon – einmal tatsächlich durchspielen, nicht nur die Kabel ansehen
  • Zutritt testen, mit einem Ausweis oder Schlüssel, den auch die Belegschaft bekommt
  • Licht in allen Bereichen prüfen, auch in Flur und Sanitärbereich
  • Sanitärbereiche kontrollieren: Wasser, Seife, Papier
  • Fluchtwege abgehen: frei, beleuchtet, Türen funktionsfähig
  • Sitzplan gegen die Realität abgleichen – stimmt die Beschriftung mit den Namen?
  • Beschilderung prüfen: Findet jemand ohne Ortskenntnis den Weg?
  • Was fehlt, notieren – nicht merken. Am nächsten Morgen ist keine Zeit dafür
  • Der Punkt, an dem es am häufigsten hängt

    Netzwerk und Telefonie. Ein aufgebauter Arbeitsplatz ohne Verbindung ist ein Möbelstück. Lassen Sie sich Schalttermine schriftlich bestätigen und prüfen Sie die Verbindung an mehreren Arbeitsplätzen, nicht an einem – Dosen in einem Raum können geschaltet sein und im nächsten nicht. Die Wiederinbetriebnahme von Netzwerk, Telefonie und Fachanwendungen liegt bei Ihrer IT beziehungsweise Ihrem Dienstleister; wir transportieren die Technik, nehmen sie aber nicht in Betrieb.

    Orientierung: das unterschätzte Thema

    Ein Gebäude, das die Projektleitung seit Monaten kennt, sieht für alle anderen am ersten Tag zum ersten Mal aus wie ein Labyrinth. Vier einfache Maßnahmen nehmen den größten Teil der Reibung heraus:

    • Sitzplan an jedem Eingang und an jedem Aufzug aushängen – groß, mit Namen, nicht nur mit Raumnummern
    • Räume beschriften, bevor die Leute kommen. Provisorische Schilder sind besser als keine
    • Jemand am Eingang: Eine Person, die in den ersten Stunden Wege zeigt, ersetzt hundert Rückfragen
    • Kurze Info vorab per Mail: Adresse, Eingang, wie man hineinkommt, wo der Sitzplan hängt, wer Ansprechperson ist, wo Kaffee steht. Ein Absatz genügt

    Was ebenfalls hilft: die Wege nennen, die nicht selbsterklärend sind – Post, Drucker, Lager, Aufzug für Lasten, Fahrradkeller, Raucherbereich. Diese Fragen kommen sonst einzeln und den ganzen Tag.

    Zugang: der Punkt, an dem Menschen draußen stehen

  • Schließmedien vor dem ersten Tag ausgeben, nicht am Morgen selbst – eine Schlange am Empfang kostet die erste Stunde
  • Berechtigungen vollständig einpflegen: Etagen, Nebeneingänge, Aufzug, Sanitärbereiche, Technikräume
  • Externe bedenken: Reinigung, Wartung, Lieferdienste, Zeitarbeitskräfte, Besuchende
  • Barrierefreiheit prüfen: Funktioniert der barrierefreie Zugang, und ist er auffindbar?
  • Alarmanlage: Wer schaltet sie morgens ab, wer abends ein? Ist das dokumentiert?
  • Erreichbarkeit der Hausverwaltung für den ersten Tag klären
  • Ersatzlösung vorhalten: Wer den Ausweis vergessen hat, muss trotzdem hineinkommen
  • Was jeder am Arbeitsplatz vorfinden sollte

    Die Erwartung ist klein und wird trotzdem oft verfehlt: Der Platz ist eindeutig zugeordnet, die eigenen Sachen sind dort, und man kann anfangen.

    • Die eigene Nummer am Platz und dieselbe Nummer auf den Kartons und dem Rollcontainer – so findet jede Person ihre Sachen ohne Suche. Der Stellplan ist dafür die Grundlage; wie er aufgebaut wird, steht in unserem Beitrag „Büroumzug planen: das Projekt hinter dem Transport“
    • Tisch, Stuhl und Bildschirme montiert und ausgerichtet
    • Strom und Netzwerkdose erreichbar, Kabel nicht als Stolperfalle
    • Rollcontainer und persönliche Kartons am richtigen Platz, nicht im Flur gesammelt
    • Ein Hinweis, was heute noch fehlt – Klarheit ist besser als Rätselraten
    • Bildschirmarbeitsplatz einstellbar: Höhe, Neigung, Beleuchtung. Wer sich am ersten Tag verspannt hat, verbindet das mit dem Umzug
    Beschriftete Kartons der Umzugsfirma Junker für einen Büroumzug
    Nummer am Karton, Nummer am Platz: Daran entscheidet sich, ob am Montag gesucht oder gearbeitet wird.

    Restpunkte zentral sammeln

    Am ersten Tag entstehen unvermeidlich Dutzende kleine Meldungen: ein fehlendes Kabel, eine klemmende Tür, ein Karton im falschen Raum. Wenn die alle einzeln bei der Projektleitung ankommen, ist der Tag für diese Person verloren.

  • Einen Kanal festlegen: eine Adresse, ein Formular, eine Liste – und das vorab kommunizieren
  • Bereichsverantwortliche vorschalten: Sie sammeln für ihre Etage und melden gebündelt
  • Nach Dringlichkeit sortieren: Was verhindert Arbeit, was ist Komfort?
  • Sichtbar abarbeiten: Ein kurzer Statusaushang zeigt, dass etwas passiert
  • Frist setzen: Was nach einer festgelegten Zeit nicht gemeldet ist, gilt als in Ordnung – sonst läuft die Liste monatelang
  • Punkte an den Dienstleister gebündelt weitergeben, nicht einzeln
  • Was uns dabei erreicht, bearbeiten wir im Rahmen des vereinbarten Umfangs – etwa Kartons, die im falschen Raum stehen, oder ein Möbelstück, das umgestellt werden muss. Sammeln Sie diese Punkte und geben Sie sie gebündelt weiter; das ist für beide Seiten schneller. Leeres Verpackungsmaterial nehmen wir auf Wunsch nach dem Umzug wieder mit.

    Sicherheit und Unterweisung

    Ein neuer Standort bedeutet neue Fluchtwege, neue Sammelstelle, neue Erste-Hilfe-Punkte. Das gehört an den Anfang, nicht in die dritte Woche.

    • Fluchtwege und Notausgänge zeigen und ausschildern
    • Sammelstelle benennen und bekannt machen
    • Erste-Hilfe-Material und Ersthelfende: Wo liegt was, wer ist zuständig?
    • Brandschutzhelfende für den neuen Standort klären
    • Unterweisung durchführen und dokumentieren
    • Gefährdungsbeurteilung für die neue Fläche aktualisieren
    • Aushänge anbringen: Notrufnummern, Flucht- und Rettungsplan

    Welche Anforderungen im Einzelfall gelten, wie viele Ersthelfende und Brandschutzhelfende nötig sind und was die Unterweisung umfassen muss, klären Sie mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Berufsgenossenschaft. Dazu können wir keine Auskunft geben.

    Was am ersten Tag erfahrungsgemäß schiefgeht

    ProblemFolgeVermeidbar durch
    Zutritt fehltSchlange am Eingang, die erste Stunde ist wegSchließmedien und Berechtigungen vor dem ersten Tag
    Netzwerk läuft nicht überallEinzelne Bereiche können nicht arbeitenAn mehreren Arbeitsplätzen testen, nicht an einem
    Niemand findet seinen PlatzSuchen, Fragen, Umsetzen – den halben VormittagSitzplan aushängen, Nummern an Platz und Karton
    Alle Fragen bei einer PersonDie Projektleitung ist blockiertBereichsverantwortliche und ein zentraler Meldekanal
    Telefonnummern nicht erreichbarKundschaft läuft ins Leere, ohne dass es auffälltRufnummernmitnahme und Weiterleitungen vorab prüfen
    Post und LieferungenSendungen gehen an die alte AdresseNachsendung, interne Verteilung und Lieferanten vorab umstellen
    Kartonberge in den FlurenEnge Wege, unruhige Stimmung, Fluchtwege betroffenSammelstelle festlegen, Abholung von Leergut einplanen

    Erfahrungswerte aus der Praxis. Die meisten dieser Punkte lassen sich vollständig vorab ausschließen.

    Die erste Woche

    Nach dem ersten Tag ist der Umzug nicht abgeschlossen, sondern in der Phase, in der sich Provisorien festsetzen. Vier Punkte, die dann noch anstehen:

    • Restpunkte abarbeiten und den Abschluss sichtbar kommunizieren
    • Leergut und Restmaterial abholen lassen – auf Wunsch nehmen wir es mit, ebenso ausgemusterte Ausstattung: Entsorgung
    • Archiv und Registratur endgültig einsortieren; was keinen Platz findet, lässt sich befristet einlagern: Einlagerung
    • Rückgabe der alten Fläche abschließen, inklusive Schlüsseln und Zählerständen

    Und eine Frage, die sich lohnt: Was hat nicht funktioniert? Eine kurze Nachbetrachtung mit den Bereichsverantwortlichen ist beim nächsten Standortwechsel mehr wert als jede Checkliste.

    Was wir dafür beitragen können

    • Zustellung nach Stellplan: Kartons und Rollcontainer werden nach Nummer im Zielraum abgestellt, nicht im Flur gesammelt
    • Reihenfolge nach Ihren Prioritäten: Zuerst die Bereiche, die am ersten Tag arbeiten müssen
    • Verlagerung in Etappen oder Randzeiten, damit der Betrieb weiterläuft
    • Möbelmontage im vereinbarten Umfang – Montageservice
    • Material vorab, damit in Ruhe gepackt werden kann – Umzugsmaterial
    • Zufahrt sichern: auf Wunsch beantragen wir die Halteverbotszone
    • Abholung von Leergut nach dem Umzug

    Nicht zu unseren Leistungen gehören die Inbetriebnahme von Netzwerk, Telefonie und Fachanwendungen, Elektro- und Anschlussarbeiten sowie Sicherheitsunterweisungen. Dafür sind Ihre IT, Fachbetriebe und Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit zuständig.

    So kommen Sie zum Angebot: Für ein aufgeschlüsseltes Angebot brauchen wir wenige Angaben:

    • beide Adressen mit Etage, Aufzug und Zufahrtssituation
    • Anzahl der Arbeitsplätze und Fläche
    • Aktenbestand möglichst in laufenden Metern
    • Sonderinventar wie Systemmöbel, Tresore oder Großformatgeräte
    • gewünschtes Zeitfenster: Randzeiten, Wochenende oder Etappen
    • welche Bereiche am ersten Tag arbeitsfähig sein müssen
    • ob Material, Montage, Einlagerung oder Entsorgung dazukommen sollen
    • ob ein Stellplan vorliegt

    Die Umzugsfirma Junker ist seit 2012 in Berlin tätig und kommt auf 4,9 von 5 Sternen aus mehr als 1.600 Bewertungen. Wir arbeiten mit eigener Flotte und festangestellten Mitarbeitern. Angebote erstellen wir nach Positionen aufgeschlüsselt – in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Einen Überblick über alle Leistungen gibt die Seite Umzug in Berlin.

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